Grundsätzlich fristet die UV-Fotografie wenn es um künstlerische Aspekte geht ein Schattendasein. Fast jeder Fotograf hat sich schon einmal an reflektierter IR-Fotografie probiert, da hierfür meist ein günstiger IR-Durchlassfilter und etwas Geduld ausreicht.

In den wissenchaftlichen Bereichen wie z.B. Astronomie, Forensik oder Botanik spielt die UV-Fotografie jedoch eine sehr bedeutende Rolle. Hier lassen sich gerade auf dem Gebiet der Kriminaltechnik erstaunliche und für das menschliche Auge sonst nicht wahrnehmbare Hinweise sichtbar machen. Von botanischem Interesse ist vor allem das Aussehen der Blüten im nicht sichtbaren Spektrum greifbar/vorstellbar zu machen. Was wir sehen können hängt ja stark von den Pigmenten in den Farbrezeptoren des Auges ab. Insekten haben dort teilweise andere Pigmente und sehen mal grob gesprochen einen Mix aus UV und Farbe (wobei deren Farben nicht unbedingt unseren entsprechen).

Es ist nicht das Ziel dieser „Anleitung“ zur reflektierten UV-Fotografie eine wissenschaftliche Abhandlung zu verfassen. Es soll hier lediglich aufgezeigt werden, dass auch mit relativ geringem finanziellen Aufwand erste Erfolge in der Falschfarbenfotografie am unteren Ende des sichtbaren Spektrums möglich sind. Einer Diskussion ob es sich nun um „echte“ UV-Fotografie handelt oder nicht, möchte ich keinen Nährboden bieten. Aus diesem Grund ziehe ich es vor von Falschfarbenfotografie mit größtenteils Informationen aus dem UV-A Band zu sprechen. Viele zusätzliche Informationen, Links zu Veröffentlichungen und eine hilfsbereite Community findet man bei ultravioletphotography.com