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Fotografiertes von und mit Martin Kommer

Kategorie: Kamera

Sommerurlaub

Hat ein Hobbyfotograf überhaupt Urlaub? Naja zumindest gibt es Tage an denen er seiner Arbeitsstätte fernbleibt und andere Orte bereist, natürlich stets mit einer Kamera im Gepäck. Dieses Jahr ist das schöne Schleswig-Holstein das Ziel der Reise und im Dorf Ulsnis an der Schlei wird das Quartier bezogen. Die Schlei ist eine sehr beliebte Urlaubsregion im nördlichsten Bundesland. Da keine Quelle vorhanden ist zählt das Gewässer nicht zu den Flüssen, sondern als Nebenarm der Ostsee. An den Ufern von Schlei und Ostsee gibt es einiges zu entdecken und auch weitere fotografische Highlights (z.B. Wasserschloss Glücksburg) warten nur darauf auf den Sensor gebannt zu werden. Damit dies gelingt, habe ich ein bisschen aufgerüstet. Zur K3 II, die seit einigen Wochen bei mir ein neues Zuhause gefunden hat, hat sich ein klasse Reiseobjektiv gesellt: das HD DA16-85 WR. Damit sind nun sowohl Kamera als auch Objektiv wasser- und staubgeschützt, so dass dem Fotospaß am und im Wasser nichts mehr im Wege steht. Nun geht es an die Planung der Urlaubsaktivitäten 🙂

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Erstkontakt zur neuen Pentax K-1

Frisch zurück aus Forchheim, meine Eindrücke:

Foto Brinke ist ein feiner Laden, von K-50 über K-S2 bis K-3 waren Bodies da, 645z auch, aber nicht zum Angrabbeln. Objektivmäßig war die Auswahl bunt, neben 50/1.8 auch FA50/1.4, 35er Makro, 100er, 55er, Kit …also eben bunt gemischt, aber wenig Tele

Ich wurde nett vom Ricoh-Mann begrüßt und durfte auch gleich die K-1 befummeln und neben dem 77er auch das 31er aufschnallen. 77 an KB macht schon ordentlich Laune 🙂 Neben 24-70 wurde uns noch 70-200 und 150-450 vorgeführt. Insgesamt muss ich sagen: Die K-1 ist eine extrem gut gelungene Kamera, wertig, konstruktiv gut durchdacht. Das dritte Rad macht das Menü eigentlich überflüssig, aber schön dass man softwareseitig auch endlich die Funktionen im Infomenü frei positionieren kann. Die Bedienung ist insgesamt pentax-typisch gut strukturiert und durchdacht. Das Auslösegeräusch ist einfach nur geil, anders kann man es nicht beschreiben. Ein leises, aber sehr volles Klacken… fast als hätte man dafür einen eigenen Resonanzkörper entwickelt 😉 Auf dem kleinen Display ist alles klar erkennbar und auch im Sucher gefallen die eingravierten Linien (endlich Diagonalen! oder haben die Großen das schon immer?). Das große bewegliche Display ist unglaublich robust und macht einen sehr wertigen Eindruck, das fand ich auch sehr beeindruckend. Sehr toll auch wie leise und schnell das 100er und FA135 an der K-1 waren. Liegt am stärken Motor in der K-1 sagte uns der Ricoh-Mann. Mit dem 70-200 ist die K-1 sehr kopflastig. Da lässt sich zwar mit BG etwas gegensteuern, aber das musste sogar der Ricoh-Mann zugeben.

Zwischenfazit: Eine tolle Kamera mit meiner Meinung nach unschlagbarem P/L-Verhältnis 🙂

Ich werde mir aber trotzdem keine K-1 zulegen, denn: sie ist mir einfach zu schwer und mit BG gefällt sie mir überhaupt nicht (auch wenn der zweite Ricoh-Mann es als sexy bezeichnet hat). Ferner kann ich mit diesen Kloppern von Linsen überhaupt nichts anfangen. Diese wurde übrigens alle aufgrund von Foreneinträgen auf Lichtstärke getrimmt! Naja ich hätte es lieber kompakt gehabt. Außerdem sehe ich für meine Art der Fotografie keinen Sinn ein solches Gerät und die Vorzüge von FF anzuschaffen: Ich mache keine Portraits und so gut wie nie Landschaft, Sterne gleich gar nicht. Auf Konzerten fotografiere ich ebenfalls nicht, aber ich glaube da macht die K-1 richtig Spaß 🙂 Für Blümchen und Bäume reicht mir APS-C locker aus und PSR bietet mir die K3-II.

Interessant Aussagen vom wirklich sehr netten Ricoh-Mann (Kai Bornemann, Ricoh Sales Manager für Süddeutschland) gabs aber trotzdem noch:

  • man ist bei Ricoh sehr zufrieden mit dem Erfolg der K-1. Man war zwar sicher es sei ein sehr gutes Produkt, aber es ist die erste Kamera die noch nicht vor Erscheinen in der Presse zerrissen wurde.
  • man erfreut sich daran, nicht nur Markenfans als Kunden zu haben, sondern ist sogar etwas verblüfft aus den beiden großen Lagern neue Kunden zu generieren. Scheinbar nicht gerade wenig.
  • durch die Erdbeben in Asien sei die Sensorproduktion bei Sony nicht voll einsatzfähig, man habe zwar noch genügend auf Lager, aber etwas nervös wirkte er schon
  • Es gibt gar keine Premium-Händler mehr, das sind Selektiv-Partner (wo auch immer da der Unterschied ist), durch weniger gezielt ausgewählte Partner sollen die Preise stabil gehalten werden, da der Hersteller ja eigentlich nicht in den Markt eingreifen darf. Für mich klingt das nach Grauzone, aber okay.
  • Der Rest des Jahres steht im Zeichen von KB (vor allem Linsen), also nix mehr für APS-C dieses Jahr
  • Er war der Überzeugung die FA Limiteds kommen mit HD-Coating zurück. Die Mondpreise für noch zu bekommende neue alte FAs wurden mit einem Hinweis auf die Leicas und den Anstieg bei Sony um +30% gerechtfertigt. Hab ich nicht so ganz verstanden das Argument… weil andere Hersteller teuerer sind und die FAs (angeblich) so aufwendig sind müssen sie jetzt das Doppelte kosten.
  • zur Photokina kann er sich durchaus vorstellen, dass es ein paar nette Zitat:“Pakete“ geben wird. Was das genau heißt, hat er nicht weiter ausgeführt.
  • meine Frage, warum man nicht den vollen Spektralbereich des Sensors nutzbar macht (für die IR und UV-Fotografen) durch klappbaren Hot-Mirror-Filter wie bei den alten Sony Cybershot wurde ungenügend beantwortet: Ricohs Firmenpolitik sei so, dass auch keine Zielfernrohre gebaut werden, also nichts um Lebewesen töten zu können und es sei eben bei den Modellen nicht möglich
  • interessante Info noch am Rande: einige Länderpolizeien und das BMI sind Ricoh-Stammkunden 😀 K-3 II + DA40 Limited in größeren Mengen
  • der Ricoh-Mann fand die K-S1 einfach nur hässlich und keine echte Pentax, scheint wohl in Europa auch ein Flop zu sein. So genau wollte er das nicht beziffern.

Es handelt sich hier um meine persönlichen Eindrücke, diese können und müssen sich nicht mit anderen Erfahrungen decken 🙂

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