Am 11. September war wieder einmal Tag des offenen Denkmals und das bietet immer die Möglichkeit auch sonst eher unzugängliche Orte zu erkunden. Ich habe mir die Thalermühle an der Regnitz angesehen. Ursprünglich wurde sie um 1700 gebaut (hier eine historische Ansichtskarte), um die Fontäne des Erlanger Schlossbrunnens mit ausreichend Wasserdruck zu versorgen. Dazu wurde Wasser aus der Regnitz 26m nach oben auf den Erlanger Berg (der Ort an dem jährlich Bayerns drittgrößtes Volksfest stattfindet) in den Wasserturm gepumpt und anschließend in den Schlossgarten geleitet. Da die Mühle drei Generationen lang im Besitz der Familie Thaler war, heißt sie heute noch Thalermühle. Mit der Industrialisierung wurde eine Maschinenhalle angebaut und die Mühle diente diversen Gewerken. Später wurde sie nur noch als Wasserkraftwerk genutzt und das in den 90ern neu errichtete Turbinenhaus konnte heute ebenfalls besichtigt werden. Betreiber sind die Stadtwerke. Als relativ großzügiges Nebengebäude existiert noch die Besitzervilla, in der auch mal eine Kinderkrippe untergebracht war. Da das ganze Gebiet regelmäßig bei Hochwasser überschwemmt wird, hat leider der Schimmel das Gebäude erobert und es ist relativ schwierig neue Nutzer zu finden, zu mal man sich dann auch noch mit Brandschutz und Denkmalschutz befassen müsste. Allerdings kann man der Broschüre zum Denkmaltag entnehmen, dass wohl ein Umbau und Neubezug bevorsteht. Naja, soviel Text erstmal zum historischen Abriss. In den Gebäuden ist keinerlei Einrichtung mehr vorhanden, aber ein paar Bilder sind dennoch entstanden.