Der Infrarotfilm Kodak Ektachrome IR ist mittlerweile legendär und die damit erstellten Aufnahmen mit ihren charakteristischen roten Blättern bei sonst eher stahlblauer Umgebung sind immer wieder faszinierend.
Digital lässt sich dieser Effekt durch Kanalkombination von Infrarot- und Normalaufnahme erreichen. Die Ergebnisse werden als IRG-Bilder bezeichnet. Diese Technik unter Verwendung zweier Aufnahmen setzt jedoch völlig deckungsgleiche Bilder voraus. Das ist allerdings nicht immer gegeben, da auftretender Wind sowohl die Position der Blätter verändert als auch Wolkenformationen weiter bewegt. Dadurch entstehen chromatische Fehler im endgültigen Bild, die sich nur schwer korrigieren lassen.
Seit kurzem experimentiere ich mit Farbfiltern vor der undefiniert umgebauten Kamera. Dazu inspiriert hat mich ein Beitrag bei IRreCams und der nette Kontakt zu Herrn Lamprecht. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: nur noch eine Aufnahme wird benötigt, um den Kodak zu emulieren. Jedoch ist die Wahl des Farbfilters nicht ganz trivial, die Community diskutiert intensiv ob nun gelb oder orange und welcher Hersteller in Frage kommt. Klar ist, dass der Blauanteil im Bild unterdrückt werden muss. Damit dürfte auch die Flankensteilheit der Filter von Interesse sein. Meine ersten Ergebnisse sind mit einem alten Gelbfilter (Panchromar) entstanden und enthalten noch einige Farbfehler.