Ich spiele eben gerne mit Licht und so habe ich meinen gesamten Sonntagnachmittag in einem abgedunkelten Raum mit einer Orchidee der Gattung Phalaenopsis (welche Art oder gar Züchtung genau? Keine Ahnung!) und zwei Pentaxen verbracht. Es macht mir derzeit enorm viel Spaß in die unterschiedlichen Wellenlängenbereich hinein zu schnuppern. Zunächst das Ergebnis:

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im Uhrzeigersinn sind folgende Aufnahmen dargestellt:
reflektierte Ultravioletstrahlung (UV)
reflektierte nahe Infrarotstrahlung (NIR)
durch Ultravioletstrahlung hervorgerufene sichtbare Lumineszenz (UVIVF)
eine Aufnahme im sichtbaren Spektrum (VIS)

Ich bin nicht so ganz zufrieden mit der Schärfe und vor allem mit dem starken Rauschen (naja bis zu 8 sec. bei ISO800). Beim nächsten Mal probiere ich für jedes der Bilder ein paar Aufnahmen zu stacken. Dazu brauche ich dann vermutlich das ganze Wochenende 😀

benutze Kameras
Für die IR und UV Aufnahmen kam die umgebaute K-r (deren Hotmirror-Filter entfernt wurde) zum Einsatz. Die beiden Bilder im sichtbaren Spektrum (einmal normal und die UVIVF-Aufnahme) wurden mit meiner zweiten, normalen K-r aufgenommen. Vornedran war eine gute alte M42-Linse: Das PrinzGalaxy 35mm/f3.5, abgeblendet auf f22 und unter Verwendung eines 7mm Zwischenringes.

Beleuchtung/Filter
Für die NIR-Aufnahme und im sichtbaren Spektrum wurde Tageslicht benutzt (hab leider noch keine IR-Taschenlampe). Die UV- und auch die Lumineszenz-Aufnahme habe ich im abgedunkelten Raum aufgenommen, um Kontamination mit Tageslicht und NIR-Strahlung zu vermeiden. Als „Lichtquelle“ diente mir die Nitecore CU6 Taschenlampe. Eine der wenigen UV-Taschenlampen, aus denen auch wirklich im UV-Bereich was rauskommt und nicht nur blaues Licht.

Vor dem Objektiv war ständig mind. ein Filter:

  • UV: Hoya U340 (1mm) + Schott S8612 (1.75mm)
  • NIR: Heliopan RG695
  • UVIVF: S8612 und der U340 vor der UV-Taschenlampe
  • VIS: Schott S8612