Kann man Interferenzfilter für die IR-Fotografie nutzen?

Interferenz-Filter dienen dazu, schmale Wellenlängenbereiche aus dem Spektrum heraus zu filtern. Ihre Wirkung beruht auf dem physikalischen Effekt der Interferenz, den man vielleicht noch vom Doppelspalt-Experiment aus der Schule kennt. Diese Filter bestehen im Wesentlichen aus mehreren dünnen dielektrischen Schichten, zwischen denen das einfallende Licht reflektiert wird. Zur Erhöhung der Reflexion an den Grenzflächen sind sie mit teildurchlässigen Metallschichten belegt (Metall-Interferenzfilter). Innerhalb dieses Schichtuafbaus kommt es nun zu einem Gangunterschied, wodurch die Phasen der elektromagnetischen Welle zueinander verschoben werden. Dadurch löscht sich das Licht für bestimmte Wellenlängen aus, man spricht von destruktiver Interferenz. Diese Filter lassen im Ergebnis also nur ein ganz schmales Wellenlängenband passieren. Bei den auf dem Filter angebeben Wellenlängen liegt die max. Transmission in der Regel im Bereich von 30 bis 50% und die Halbwertsbreite (HwBr) umfasst nur wenige Nanometer. (mit HwBr bezeichnet Zeiss Jena die Differenz der beiden Wellenlängen vor und hinter dem Maximum, bei denen die Transmission auf die Hälfte des maximalen Wertes abgesunken ist).